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Flora und Fauna

In der Umgebung des Festungsgürtels von Amsterdam mit seinen Forts und Deichen findet sich eine ganz besondere Flora und Fauna. Der Boden wurde mit Dünensand und einer Deckschicht aus Lehm versehen. Der Sand aus den Dünen enthält jedoch nur geringe Mengen an Nährstoffen, ganz im Gegensatz zu den Böden in den dahinter liegenden Gebieten.

Eine außergewöhnliche Vegetation

Dieser nährstoffarme Boden bildet eine gute Basis für eine magere, gras- und kräuterreiche Vegetation, die unter botanischen Aspekten sehr interessant ist. Hier fühlen sich Insekten und Spinnen besonders wohl und dienen dann ihrerseits Vögeln und Amphibien als Nahrung. Gute Beispiele für den hohen Naturwert dieses Gebiets sind die Ackerröte (einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung) sowie der Kleine Sonnenröschen-Bläuling (Schmetterling). Die hier vorkommenden Bäume und Sträucher bieten auch einen idealen Lebensraum und Ruheplatz für Vögel, da diese sich in ihnen von kleinen Säugetieren, Insekten und Amphibien ernähren können.
© Edwin Kapitein

Vögel beobachten

Einmal im Jahr erwacht am Fort bij Krommeniedijk die Geschichte zum Leben. Zu Anfang des Frühjahrs wird dann ein Teil des Polders (trockengelegtes Land) unter Wasser gesetzt. Auf diese Weise wird die Inundierung (Flutung zu Verteidigungszwecken) – das besondere Verteidigungsprinzip des Festungsgürtels von Amsterdam – auf einmal sehr gut erkennbar. Die jährliche Flutung ist jedoch nicht nur für Menschen von Interesse, auch Weide- und Ziehvögel kommen dann gerne hierher. Man kann dann große Gruppen an Goldregenpfeifern, Kiebitzen, Enten und Gänsen beobachten. Am Fort bij Krommeniedijk wird ab 2014 ein Besucherzentrum des Festungsgürtels von Amsterdam eingerichtet, bei dem vor allem Natur und Landschaft im Mittelpunkt stehen werden.
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Festungszugang auf einem höher gelegenen Gelände, einem Weg, (Bahn-)Damm oder Wasserweg, der durch Inundierungsgebiet (Land, das zu Verteidigungszwecken geflutet werden kann) führt.

Stellung, in der sich zurückziehende Truppen aufgenommen werden können.

Auch ‚Bollwerk’ genannt. Fünfeckiger Anbau, von dem aus flankierendes Feuer abgegeben werden kann.

Mehrere Geschütze, die zu einer Einheit zusammengefügt werden.

Als ‚bombensicher’ werden Gebäude bezeichnet, die durch Mauerwerk, Beton oder Erdaufschüttung vor feindlichem Geschützfeuer gesichert sind.

Mit hochexplosivem Sprengstoff gefüllte Granate.

Geschützter Ort, von dem aus der Feind beschossen werden kann.

Auch ‚Dammbalkenschleuse’ genannt. Provisorisches Wehr, das durch Aufeinanderstapeln von Balken in Aussparungen erstellt wurde, um eine Inundierung (Unterwassersetzung) zu verhindern.

Tabelle, die neben der Geschützöffnung angebracht wurde, um die Bediener eines Geschützes über die Zielabstände und die damit zusammenhängenden Einfallswinkel der Geschütze zu informieren

Wasserreinigungsanlage, mit der das Trinkwasser von Eisen befreit und so qualitativ verbessert wird.

Gesetz vom 18. April 1874, in dem diejenigen Festungswerke bestimmt wurden, die zur Landesverteidigung eingesetzt werden sollten.

Großes Flankement: unterstützendes Feuer zu den Nebenforts Kleines Flankement: Feuer, das auf die eigene Umgebung des Verteidigungswerkes gerichtet ist.

Breiter Verbindungsweg, der durch einen Erdwall vor dem Feind geschützt war und zum Transport von Material und Soldaten genutzt wurde.

Sammelbegriff für Feuerwaffen

Gezielte Flutung eines Gebietes zum Schutz vor dem Feind

Auch ‚Einlaufschleuse’. Schleuse, über die Wasser in ein bestimmtes Gebiet eingelassen werden kann

(Tiefer) Anbau in einer Gracht, von dem aus flankierendes Feuer abgegeben werden kann.

Raum, der vor feindlichem Beschuss geschützt und mit einer Schießscharte ausgestattet ist, hinter der eine Schusswaffe aufgestellt wird

Vom Feind abgewandte Seite eines Verteidigungswerkes.

In den Forts des Festungsgürtels von Amsterdam ist dies eine Kasematte, von der aus großes und kleines Flankement abgegeben werden kann.

Gesetz vom Januar 1853, in dem bauliche Einschränkungen hinsichtlich des Baus in der Nähe von Festungsanlagen – den so genannten 'verbodenen kringen' oder 'verbotenen Kreisen – verankert wurden. Durch diese wurden freie Schussfelder gewährleistet.

Gestell für eine Waffe.

Linear angelegte Einheit von Verteidigungswerken.

Batterie, die sich in unmittelbarer Nähe eines Verteidigungswerkes befindet und die Aufgaben dieses Verteidigungswerkes ausführt

Batterie, die hinter Panzerplatten aufgestellt wird.

Fort mit einer oder mehreren Geschützaufstellungen.

Drehbare, gepanzerte Geschützaufstellung.

(Hölzerner) Lagerraum zur Aufbewahrung von Artillerie- und Pioniermaterialien.

Teil eines Heeres, das unter anderem mit dem Bau provisorischer und fester Verteidigungswerke betraut ist. Die niederländische Bezeichnung 'Genie' (Pioniertruppe) ist von dem französischen Wort ‚Ingenieur’ abgeleitet.

Geschütz für frontalen Beschuss auf große Distanz, direkt auf die feindliche Stellung gerichtet.

Einfaches (provisorisches) Verteidigungswerk mit geringer Bemannung.

Unterirdischer, bombensicherer Verbindungsgang.

Letzter Zufluchtsort für die Verteidiger innerhalb eines Verteidigungswerks, der selbstständig verteidigt werden kann.

Bombensicherer Aufbewahrungsort für Geschütz oder anderes wichtiges Material.

Teil eines Geländes, das beschossen wird.

Offener Innenraum in einem Fort

Grundriss oder Karte.

Panzerkuppeln, die zur Beschießung nach oben gehoben und danach wieder versenkt werden können, sodass sie für den Feind unsichtbar bleiben

Erdaufschüttung um ein Verteidigungswerk herum, ausgestattet mit einer Brustwehr.